Mit der nötigen Willenskraft schaffst du alles – Oder?

Hast du auch Ziele oder Wünsche, die du erreichen willst, aber stehst dir meist selbst im Weg?

Anfangs bist du noch hochmotiviert und dann verlässt dich die Muse und du gibst auf? 

„Du brauchst nur die nötige Willenskraft, dann erreichst du alles.“

Vielleicht hast du das schon mal gehört oder dir auch schon selbst erzählt…
Leider ist das mit der Willenskraft nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. 

Und es kann auch sein, dass sich für dich allein das Wort Willenskraft schon unheimlich anstrengend anhört.

Ich finde das auch und will dem Phänomen der Willenskraft einmal auf den Zahn fühlen und dir mit ein paar Schritten helfen, wir du deine Ziele dennoch erreichst.

[su_heading size=“20″]Was es mit der Willenskraft auf sich hat?[/su_heading]

Willenskraft kannst du dir wie einen Muskel vorstellen. Du möchtest stärker werden, also gehst du ins Fitnessstudio und stemmst Gewichte. Wenn du an dem ersten Tag direkt mit dem höchsten Gewicht beginnst, kann es sein, dass du genau eine Wiederholung schaffst und danach ermüdet aufgibst, weil das Gewicht einfach viel zu schwer ist.

So ähnlich ist das mit deiner Willenskraft, du hast den Willen etwas zu erreichen und gibst am Anfang alles, was dafür notwendig ist, nur um dann schnell und enttäuscht festzustellen, dass sich das Ergebnis nicht nach kurzer Zeit einstellt. Du brauchst also eine lange Zeit Willenskraft, um dein gewünschtes Ziel zu erreichen.

Und da kommt es zu dem Moment, an dem die meisten Leute aufgeben und sich nicht mehr weiter mit ihrem Wunsch beschäftigen, weil es einfach zu anstrengend ist.

Wir alle besitzen eine bestimmte Menge (wie eine Batterie) an Willenskraft. Wenn wir beginnen, diese Batterie anzuzapfen, wird sie langsam schwächer. 

Die Frage ist, was können wir tun, wenn unsere Willenskraft aufgebraucht ist? 

[su_heading size=“20″]Wir sollten dafür sorgen, dass sie sich nicht komplett aufbraucht. [/su_heading]

Und das klappt nur in dem wir uns einen Plan machen und unser Ziel in Teilschritten aufteilen und uns von Meilenstein zu Meilenstein arbeiten. 

Der Grund, warum viele Menschen ihre Jahresvorsätze nicht erreichen, ist genau dieses Problem.

Du bist anfangs total motiviert und machst gleich am Anfang sehr viel.

Sagen wir, du setzt dir das Ziel etwas abzunehmen und hast dir vorgenommen dafür mehr Sport zu machen. Du entscheidest dich joggen zu gehen und kaufst dir Sportschuhe und Kleidung und es kann losgehen. 

Der erste Tag läuft auch prima. Du läufst eine kleine Runde und merkst, es macht dir mehr Spaß als erwartet. Am nächsten Tag beschließt du eine erneute Runde zu laufen und setzt noch einen drauf, in dem du die Runde einfach verlängerst. 

Zuhause angekommen bist schon erschöpfter als am Vortag, aber du bist stolz auf dich, genau das gemacht zu haben. 

Voller Glücksgefühle so bei der Sache zu sein, hast du dir vorgenommen auch morgen wieder eine Runde zu laufen. 

Am nächsten Tag merkst du aber schon, dass dein Körper von den letzten zwei Tagen noch erschöpft ist, aber du ignorierst das – du bist voller Willenskraft und Tatendrang dein Wunschgewicht zu erreichen. 

Du ziehst das auf dem Niveau etwa eine Woche lang durch. 

Ab der zweiten Woche schleichen sich schon die ersten Aussetzer ein. Mal hast du keine Lust, dann bist du zu erschöpft, oder aber deine Beine schmerzen durch möglichen Muskelkater…

Deine Willenskraft verlässt dich. Was du jetzt brauchst nennt sich Disziplin.

[su_heading size=“20″]Disziplin Vs. Willenskraft[/su_heading]

„Die Idee steht an erster Stelle, danach kommt die Disziplin.“

Wenn du nach einer Woche Lauftraining aufgibst, weil es dir zu anstrengend ist, wird es schwierig das gesetzte Ziel zu erreichen.
Daher ist es so unheimlich wichtig, sich einen Plan zu machen und vorher klarzustellen, wie wichtig ist mir eigentlich mein Ziel zu erreichen?

Hast du ein klares WARUM? 

Weißt du genau, warum du dein Ziel erreichen willst?

Wenn dir das fehlt, bringt dir deine anfängliche Willenskraft überhaupt nichts.
Diese Willenskraft ist sehr gut, um überhaupt anzufangen. 

Am Ball bleibst du mit Kontinuität, ganz egal, wie nervig, anstrengend oder aufwendig es für dich wird – denn diese Phase wird früher oder später eintreten.

Und genau hier setzt deine Disziplin ein. 

Aus diesem Grund brauchst du einen Plan mit kleinen Aufgaben, die du auf jeden Fall schaffst und die dich motivieren am nächsten Tag weiter zu machen. 

Wähle am Anfang kleine Schritte und lasse sie nach und nach wachsen. 

In dem Laufbeispiel könntest du dir vornehmen am Anfang statt täglich zu laufen, nur jeden zweiten oder dritten Tag zu laufen. So, dass dein Körper sich auf die zusätzliche Bewegung einlassen kann. 

Es fördert deine Motivation am Ball zu bleiben nicht, wenn du an Tag 1 mit einem Halbmarathon beginnst und dich für die nächsten Wochen außer Gefecht setzt.

[su_heading size=“20″]Wie du disziplinierter wirst in 5 Schritten[/su_heading]

…und jedes Ziel erreichst, das du dir setzt.

Also zunächst einmal hört sich Disziplin bzw. Selbstdisziplin schlimmer an, als sie das tatsächlich ist.
Du denkst vielleicht sofort an den mahnenden Lehrer, der vor dir steht und dir sagt, dass du mehr lernen musst.

Du bist bereits diszipliniert – denn ich gehe mal davon aus, dass du täglich deine Zähne putzt, dich duscht, dich anziehst, deine E-Mails checkst, dein Handy checkst?
All das kannst du als diszipliniertes Verhalten sehen.

Somit ist Disziplin nichts anderes als das etablieren einer neuen Gewohnheit. 
Um von einer neuen Gewohnheit zu sprechen, musst du eine Tätigkeit regelmäßig, in gleicher Art und Weise,  mindestens 30 Tage lang durchziehen.

#1 Mach dir dein „WARUM“ ganz klar.

Am besten aufschreiben und visualisieren.

Wenn du abnehmen möchtest: 

Ich möchte mich fitter und gesünder fühlen. Ich möchte gut aussehen.

Schaue dir täglich Bilder an vielleicht von sportlichen Menschen.

#2 Fange klein an

Wenn du joggen möchtest, laufe jeden 2. oder 3. Tag für 10 – 15 min in einer für dich angenehmen Geschwindigkeit.

Wenn du meditieren möchtest, fange mit 5 Min. an.

#3 Plane dir die Zeit ein und finde deinen Rhythmus

Finde die richtige Zeit am Tag, um deine Gewohnheit auszuüben.
Wenn du meditieren möchtest, mach es vielleicht direkt nach dem Aufstehen morgens.

Wenn du Laufen willst, plane dir die Tage vorher ein, wann du das machen möchtest. Am besten in den Kalender, der dich daran erinnert.

#4 Mach es mit jemandem zusammen

Manchmal ist der beste Motivator ein Freund oder eine Freundin, oder der Partner mit dem gleichen Ziel.
Oder suche dir eine Gemeinschaft. So bleibt man am Ball und motiviert sich gegenseitig.

#5 Feiere dich für deinen Ehrgeiz und deinen Willen

Es ist wichtig, dich selbst nach einem erreichten Zwischenziel zu belohnen. Das kann eine Massage sein oder was dir auch immer gefällt. 

Pass nur auf, dass du dir dein eigenes Ziel nicht sabotierst.

[su_heading size=“20″]Fazit[/su_heading]

Viel kannst du erreichen mit der richtigen Gewohnheit, die du dir über einen gewissen Zeitraum antrainierst und die dir dann in Fleisch und Blut übergeht. Dazu ist es von großer Bedeutung zu wissen, warum du dein Ziel erreichen willst. Deine Willenskraft, lässt dich anfangs leicht starten, aber dein „WARUM“ lässt dich Ball bleiben. Disziplin benötigst du, um deine Gewohnheit in den ersten 30 Tagen zu etablieren – danach läuft es fast automatisch.

Ist das nicht wunderbar?

Willst du da nicht gleich anfangen über dein Warum und dein nächstes Ziel nachdenken und dir einen Plan machen? 

Schreibe erstmal nur dein Ziel und deinen Grund auf!!

Ich freue mich auf dein Feedback.

Bleib glücklich

Deine Julia

[su_divider top=“yes“ text=“Nach oben“ anchor=“#“ style=“default“ divider_color=“#999999″ link_color=“#999999″ size=“3″ margin=“15″ class=““]

Bildquelle:
Photo by Austin Henckel on Unsplash

Buchempfehlungen und Quellen:


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.