Konflikte – lassen sich nicht vermeiden

…und wenn wir es immer vermeiden wollen, müssen wir versuchen, es allen und jedem recht zu machen – du kannst dir vorstellen, dass einer da gewiss auf Dauer drunter leiden wird – Du selbst.

Ich würde behaupten jeder von uns hat in seinem Leben bereits mindestens einen Konflikt miterlebt oder war sogar ein Teil davon.

Es kann immer mal vorkommen, dass wir nicht einer Meinung sind und sich daraus ein Konflikt also ein Streit entwickelt.

In diesem Streit geht es dann meist gar nicht mehr um das eigentliche Thema, sondern manchmal um Vergangenes oder es kommen Dinge auf den Tisch, die einem über die Zeit aufgefallen sind, aber nie angesprochen wurden.

Durch diese gereizte Situation reagieren wir selten rational und behalten einen kühlen Kopf.
Wir werden emotional und sagen vielleicht Dinge, die wir nicht sagen sollten.

So kommt der Stein ins Rollen. 

In meinem heutigen Artikel soll es um das Thema Konflikte gehen. Wie sie entstehen, welche Rolle unsere Gefühle dabei haben, warum du dich so fühlst und was du besser machen kannst, um einen Konflikt schnell zu lösen.

Los geht’s. Hol dir schon mal einen Tee, wenn du noch keinen hast und mach es dir gemütlich.

[su_heading size=“20″]Wie kommt es zu einem Konflikt?[/su_heading]

Dieses Thema hat mich sehr beschäftigt. Ich habe mich häufig gefragt, wie kann ich es vermeiden in einen Konflikt zu geraten. 

Die erste, schnellste und kürzeste Antwort: gar nicht.

Konflikte lassen sich nicht vermeiden, sie gehören zu unserem Leben dazu. Denn jeder ist individuell und teilt seine individuellen Ansichten. Selbst Geschwister die ja eigentlich im selben Umfeld aufwachsen.
Hier wissen wir alle, oder zumindest die, mit Geschwistern, dass dort das höchste Konfliktpotential lauert.

Man gönnt dem anderen nichts, nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln (hat meine Oma mal gesagt).
Doch genau dort entwickelt sich letztendlich die besten Strategien Konflikte zu führen und sie auch wieder ablegen zu können. 

Je älter wir werden, desto schwerer scheint diese Art der einfachen Konfliktlösung zu sein. 

Wir halten fest an diesen negativen Gedanken und verbinden sie mit dem Konfliktpartner. Manchmal will so ein banaler Streit, der so klein begann, dann einfach kein Ende finden.
Nachbarn fangen an sich zu bekriegen, weil ein Gartenzwerg keine Hose trägt und solche Scherze. 

So ein Konflikt entsteht in der Regel tatsächlich sehr banal. Ein schiefer Blick, ein falsches Wort und schon sind wir mitten drin im Gefecht. Oder wir unterhalten uns über ein Thema und teilen völlig unterschiedliche Ansichten. Manchmal kann sich der eine oder andere dadurch schon angegriffen fühlen. Man denke nur daran sich über Politik, Religion oder Fußball zu unterhalten. Alles erlesene Themen für die besten Streitereien.

[su_heading size=“20″]Welche Rolle Emotionen und Gefühle bei einem Konflikt spielen[/su_heading]

Wenn wir uns mitten in einem Konflikt befinden, verschwenden wir meist keinen Gedanken daran, was wir uns als nächstes Kochen werden.
Unsere Gedanken drehen sich fast ausschließlich um die Argumentation, die da vor uns liegt. 

Wir sind aufgewühlt, verärgert, frustriert und wütend, weil „der Andere“ auch überhaupt nichts verstehen will. 

Unser Körper ist durch diese Emotionen völlig angespannt und im Kampfmodus (oder auch Fluchtmodus). 

Je stärker diese Reaktion ist, desto schwieriger fällt es uns geeignete Argumente zu finden, um ein rationales Gespräch zu führen. 

Eigentlich sind wir in diesem Modus nicht mehr in der Lage rational zu denken. 

Wenn wir emotional werden, handelt der Körper sehr instinktiv. Die Antwort ist eben Kampf oder Flucht. 

[su_heading size=“20″]Manchmal fühlt man sich ohnmächtig[/su_heading]

Gerade weil wir in diesen Situationen so viele „Kampfhormone“ in uns tragen, fällt es uns schwer vernünftig zu argumentieren. Der Streitpartner steckt in der selben Situation. 

Manchmal kann es sogar sein, dass die Dinge, die wir dann gut meinen, um den Streit aufzulösen, bei dem anderen gar nicht ankommen oder den Streit noch mehr anfeuern. Andersherum können wir diesen Schritt auch „überhören“ oder nicht als „Schritt in die richtige Richtung“ wahrnehmen. 

Wir fühlen uns ohnmächtig und überwältigt, aber nicht von dem Streit selbst, sondern von unseren eigenen Emotionen. 

[su_heading size=“20″]Warum ein Rückzug manchmal sinnvoll ist[/su_heading]

Gerade, wenn man bei sich bemerkt, hier kommen wir gerade überhaupt nicht auf einen Nenner. Es fühlt sich nur noch schlecht an, ganz egal, was man sagt. Dann sollte man genau an dieser Stelle einen Punkt machen. 

Eine Pause, um sich für einen Moment aus dem Weg zu gehen und vor allem, um seine eigenen Gefühle wieder zu beruhigen. 

Das wird nicht funktionieren, je mehr man sich in weitere Themen verzwickt und plötzlich Dinge sagt, die man später bereut.

Ich rede hier jetzt von einem Beziehungskonflikt. Natürlich gibt es auch andere Konfliktarten. Doch sollte man sich in jedem Konflikt versuchen wieder in den Griff zu bekommen.
Das klappt in der Regel, wenn man das Feld für einen Moment verlässt und später mit einem klareren Kopf wieder zurück kommt.

Häufig fällt einem dann auch auf, wie unnötig ein solcher Kampf war.
Oder der Konflikt diente einem höheren Zweck und zeigte im besten Fall auf, was man in Zukunft einfach besser machen kann. 

Wenn man sich danach noch einmal in Ruhe zusammensetzt und sich eine Lösung überlegt so ist der Konflikt nicht vergebens gewesen. 

[su_heading size=“20″]Warum schweigen keine sinnvolle Idee ist[/su_heading]

Wenn wir schweigen, sei es um den Konfliktpartner zu ignorieren und ihm so unseren Frust mitzuteilen oder wir schweigen, um dem Konfliktthema aus dem Weg zu gehen, hat das mehrere Nachteile. 

Im ersten Fall, wird auch der andere nicht selten mit Schweigen reagieren, um auch seinen Frust mitzuteilen und darauf zu warten, dass du den ersten Schritt machst. Das ist nicht nur Zeitverschwendung, sondern auch nervlich eine Belastung, weil wir uns hier einen inneren Konflikt bauen. 

Wenn wir nicht schweigen, aber das Thema nicht mehr besprechen, um das es im Streit ging, wird es die Beziehung in jedem weiteren Konflikt verfolgen und das Problem wird schlimmer als vorher. Jedes nicht ausgesprochene Problem wird auf ein neues Problem hinzu addiert und am Ende lässt sich nichts davon mehr vernünftig auflösen.  

Wir sollten uns daher immer einen Moment Zeit für uns allein nehmen, um einen kühlen Kopf zu bekommen. 

Und wenn sich die Lage wieder normalisiert hat, das eigentliche Thema abschließen. 

Es muss nicht immer die 100%ige Aufklärung aller Sachlagen sein. Es geht darum zu verstehen, wie ist der Konflikt entstanden und was kann man in Zukunft besser machen, damit man an dieser Stelle nicht wieder aneinander eckt.

Wir dürfen uns auch von dem Gedanken lösen alle Gedankengänge des Partner verstehen zu oder sogar nachvollziehen zu müssen. Das ist nicht notwendig. Es geht darum sich entgegenzukommen und ein stückweit das eigene Ego abzulegen.

Bleib glücklich

Deine Julia

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