Gewohnheiten – Gute und schlechte, wir alle haben sie

Gewohnheit

Mein Tag besteht fast ausschließlich aus Gewohnheiten.

Ich stehe morgens fast immer zu gleichen Zeit auf. Dafür benötige ich nicht mal mehr einen Wecker.

Dann putze ich meine Zähne, gehe duschen, ziehe mich an und bereite mir ein Frühstück zu. Meist besteht auch das Frühstück aus den selben Zutaten, wie am Vortag und dem Tag davor.

Nach meinem Frühstück, setze ich mich auf mein Fahrrad und fahre über den gleichen Weg, den ich gestern auch schon nahm, zur Arbeit. 

Dort schließe ich die Türen auf, starte meinen Rechner und sehe die selben Menschen, wie am Tag davor und davor und davor…

Für alles, was ich bisher gemacht habe, musste ich nicht wirklich nachdenken, denn alles hat sich in meinem Kopf so eingeprägt, dass es automatisch abläuft. Manchmal wundere ich mich, wie schnell ich im Büro angekommen bin, weil mir der Weg dort hin überhaupt nicht bewusst war. Ich war bereits so in meinen Gedanken versunken, dass ich meinem Gehirn vollkommen vertraut habe, den Weg zu kennen und mich dort hinzubringen, wo ich hin muss. 

Es kam auch schon mal vor, dass ich an einem Tag einen Termin hatte und einen anderen Weg nehmen musste. Auf halber Strecke habe ich gemerkt, dass ich auf dem Weg zur Arbeit war. 

[su_heading size=“20″]Gewohnheiten sind nicht per se schlecht[/su_heading]

Das sind Gewohnheiten – Tätigkeiten, die wir so regelmäßig und oft wiederholen, bis sie sich so sehr einprägen, dass wir kaum noch darüber nachdenken müssen sie durchzuführen.

Gewohnheiten sind an sich eine sehr gute Eigenschaft, denn wir sparen wertvolle Energie durch sie.

Wenn wir über die Dinge, die wir tun nicht mehr nachdenken müssen, können wir unsere Kapazität auch für andere Dinge „nebenher“ nutzen. Zum Beispiel während der Fahrt zur Arbeit über den Tagesablauf nachdenken oder telefonieren. 

Nun gibt es aber auch Gewohnheiten, die uns auf Dauer eher Belasten und sogar krank machen können. Manchmal verurteilen wir uns dafür, diese Gewohnheit zu haben und sind enttäuscht, weil wir es nicht schaffen, diese sie abzulegen.

[su_heading size=“20″]Die Gute und die schlechte Nachricht[/su_heading]

Auch hier beginnen wir schnell unsere Gewohnheiten, sofern sie uns bewusst werden, zu bewerten in gut oder schlecht. 

Ich denke, dass es besser wäre, sich einmal selbst zu fragen, aus welchem Grund habe ich mir die eine oder andere Gewohnheit angeeignet.

Wie ging es mir zu dem Zeitpunkt, als ich damit anfing?

War ich glücklich, wollte ich dazu gehören? Machte es die Allgemeinheit und habe ich mich angeschlossen?

Eine Gewohnheit ist eigentlich nichts schlechtes, sie ist für den Moment eine vom Körper benötigte Handlung, die durch die Regelmäßigkeit verinnerlicht wird. 

Eine Gewohnheit ist praktisch mit einer gut ausgebauten Autobahn im Gehirn zu vergleichen. Diese Strecke begann mal als Trampelpfad und entwickelte sich zu einer sehr gut befahrbaren Straße.

Leider lässt sich dieser Weg nicht mehr abreißen. Aber man kann Abzweigungen hinzufügen und neue Straßen bauen. 

Das heißt, alte Gewohnheiten lassen sich nicht einfach löschen oder überschreiben, aber wir können uns neue Gewohnheiten schaffen, die uns helfen, dass die alte Gewohnheit mehr und mehr in Vergessenheit gerät, so als würde die gut befahrene Straße nach und nach von der Natur zurückgeholt werden und von Gras und Sträuchern überwuchert.

Wie das geht möchte ich dir etwas genauer erklären. Wenn du noch nicht sitzt, hol dir einen Tee und setz dich bequem hin und lies weiter 😉

„Wer sein Leben verändern möchte, muss zuerst seine Gewohnheiten ändern.“

[su_heading size=“20″]7 Schritte zu einer neuen Gewohnheit[/su_heading]

1. Gewohnheit erkennen

Wenn du weißt, welche Gewohnheit du verändern möchtest, ist das schon mal ein Vorteil. 

Werde dir bewusst, dass du diese Gewohnheit hast und sie dir nicht mehr dienlich ist.

2. Finde deinen Auslöser

Frage dich warum du dir diese Gewohnheit angewöhnt hast. Was waren deine Auslöser?

Waren es bestimmte Emotionen? Wie fühltest du dich zu Beginn? Wo warst du zu dem Zeitpunkt?

Mit wem warst du zusammen?

Manchmal kann der regelmäßige Griff zur Schokolade zum Beispiel eine schöne Kindheitserinnerung sein. Man belohnt sich quasi für eine bestimmte Sache, wie früher als Kind durch die Eltern oder Verwandten.

Wenn du den Auslöser findest, kannst du deinen Automatismus durchbrechen und eine geeignete Alternative finden.

3. Was wäre eine sinnvolle Alternative zu deiner jetzigen Gewohnheit?

Wenn du einfach mit etwas aufhörst und die Zeit, in der du deiner Gewohnheit gefolgt bist, nicht durch eine Alternative füllst, wirst du schnell wieder rückfällig. Deshalb ist es auch so schwer mit dem Rauchen aufzuhören. Es muss eine sinnvolle und gesunde alternative gefunden werden, damit man sich in dieser Zeit in gewisser Weise ablenkt – bzw. eine neue Gewohnheit schafft. Diese neue Angewohnheit sollte dir Spaß machen und du solltest von ihr überzeugt sein. Du solltest deinen Wunsch und dein Ziel vor Augen halten. 

Wichtig ist hier jedoch es positiv zu formulieren. 

„Ich möchte mit dem Rauchen aufhören!“ ist eher eine negative Formulierung, da du hier von etwas weg willst, statt auf etwas zuzugehen. 

Die alternative Aussage wäre: „Ich möchte wieder gut riechen können, frei Atmen, mich rundum Gesund fühlen!“ 

4. Belohne dich für deinen Erfolg

Du solltest deinen Spaß dabei nicht verlieren. Finde etwas, dass deine Glücksgefühle in die Höhe treibt. Belohne dich zum Beispiel jede Woche einmal, wenn du nicht zu deiner Gewohnheit zurückgefallen bist.

5. Finde jemanden, der dich motiviert

Rede über deine Ziele und auch deine Erfolge. Das setzt dich in gewisser Weise unter Druck und lässt dich diszipliniert bei der Sache bleiben. Vielleicht findest du darüber auch Menschen, die in der gleichen Situation stecken und nun mit dir zusammen den Weg bezwingen.

6. Löse dich von der Versuchung

Vermeide es wenn du z.B. abnehmen möchtest, durch die Süßwarenabteilung zu laufen. Mache dir vor dem Einkauf eine Plan. Wenn du Raucher bist, vermeide es, mit Rauchern in der Runde zu stehen, zumindest am Anfang.

7. Halte durch

Aller Anfang ist schwer. Und eine neue Gewohnheit ist erst nach ca. 66 – 90 Tagen so etabliert, dass du nicht mehr groß darüber nachdenken musst. 

Hier gilt tatsächlich etwas Disziplin und Durchhaltevermögen.

Wenn du den Wunsch verspürst aufzugeben, denke immer wieder daran aus welchem Grund du tatsächlich angefangen hast.

Daher ist es am Anfang auch so wichtig, wenn du dein „Warum“ kennst.

„Warum will ich diese Gewohnheit ablegen?“

Mach nicht zu viel auf einmal. Eine Gewohnheit lässt sich auch mit kleinen Schritten neu etablieren. Wenn du abnehmen möchtest, laufe keinen Marathon am ersten Tag deines Vorhabens.
Mache deine Schritte für dich so klein, dass sie dir Spaß machen und du am nächsten Tag Lust hast es erneut zu tun. 

Du wirst sehen, es wird noch Tage geben, da wirst du darauf keine Lust haben, aber auch da solltest du am Ball bleiben. Und ein kleiner Schritt ist häufig eher zu leisten, als ein großer. Mache an manchen Tagen, an denen du Lust hast etwas mehr, aber erst wenn du schon ein Weilchen dabei bist. 

Du steigerst dein Erfolgsgefühl und du bist motivierter am Ball zu bleiben!

Sei stolz auf dich und bleib glücklich,

Deine Julia

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Bildquelle:
Photo by Priscilla Du Preez on Unsplash

Bücherquellen:

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