Eine Geschichte zum Nachdenken – Deine Gedanken machen den Unterschied

Denke nach

Eine Frau am Bahnhof war auf dem Weg nach Hause. Sie hatte eine anstrengende Woche hinter sich und freute sich endlich wieder in ihrem eigenen Bett schlafen zu können.
Sie wartete auf ihren nächsten Zug und hatte noch etwas Zeit. 

Es gab einen Bäcker in der Bahnhofshalle, dort holte sie sich einen Cappuccino und eine Tafel Schokolade.
Mit beidem machte sie sich auf den Weg zu einer freien Bank und setzte sich. Sie genoss ihren Cappuccino und las etwas in ihrem Buch.
Es dauerte nicht lang und ein älterer Herr setzte sich neben die Frau. Er grüßte sie mit einem Kopfnicken und grinste sie an. 

Sie erwiderte die Geste und wand sich wieder ihrem Buch zu.

Plötzlich sah sie im Augenwinkel, wie sich der Mann an der Schokolade bediente und sich einen Riegel davon abbrach.
Die Frau war etwas irritiert und wartete, was der Mann eventuell sagen würde.

Er sagte nichts. Er grinste sie an und genoss die Schokolade, während er wieder in seine Zeitung blickte.

Sie dachte sich, dass sie so etwas noch nicht erlebt habe und brach sich in ihrer Sprachlosigkeit auch einen Riegel der Tafel Schokolade ab und versuchte sich wieder auf ihr Buch zu konzentrieren. 

Das war nicht so einfach. Denn einen Moment später bediente sich der Mann erneut an der Schokolade und nickte ihr grinsend zu. 

Sie sagte nichts. Sie war erschüttert.
„Wie kann man denn bitte so dreist sein?“ Dachte sie sich.

Tausend Dinge gingen ihr durch den Kopf. 
Soll sie den Mann einfach ansprechen? 
Soll sie die Schokolade einpacken? 
Es war doch ihre Schokolade und er bediente sich daran, ohne ein einziges Wort zu sagen… 
Was ist das für ein Mensch?

Sie beschloss den Mund zu halten und das Spektakel noch eine Weile zu beobachten. 

Immer wenn sie sich einen Riegel abbrach, brach sich auch der Herr einen Riegel ab und genoss ihn sichtlich. 
Irgendwann lag auf der Verpackung der Schokolade zwischen ihnen, nur noch ein Riegel. 

Die Frau beobachtete und dachte sich: 
„Was wird er wohl machen – jetzt liegt nur noch ein Riegel da… wird er so frech sein und ihn sich einfach nehmen?“ 

Der Mann nahm sich auch diesen Riegel, teilte ihn jedoch noch einmal in zwei Teile und genoss seinen Teil.

Die Frau war fassungslos und sprachlos. 
Wie kann ein Mensch so unverschämt sein?

Da der Zug der Frau nun im Bahnhof ankam, nahm sie ihre Sachen, aß das letzte Stück Schokolade und ging schnell aus dieser Situation. 
Sie stieg in den Zug und suchte sich ihren Platz in ihrem Abteil. 
Sie war noch ganz irritiert von dieser Situation und zog ihren Mantel aus. 
Als sie sich setzte suchte sie, noch immer Gedankenverloren und Kopfschüttelnd, in ihrer Handtasche nach ihrem Handy. 
Sie griff in ihre Tasche und stellte fest, dass dort ihre Tafel Schokolade war, die sie in der Bahnhofshalle kaufte. 

[su_heading size=“20″]Denke immer daran, wir selbst sind zu jedem Zeitpunkt für unser Denken verantwortlich. [/su_heading]

Wenn dir eine Situation fraglich erscheint, kommuniziere und löse deine Irritationen und Fragen auf, in dem du dich mit der Person unterhältst. Stelle keine voreiligen Schlüsse. Ohne genügend Informationen tust du dir selbst und deinem Gegenüber keinen Gefallen!

Bleib glücklich 

Deine Julia

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Bildquelle:
Photo by Andreea Popa on Unsplash

One thought on “Eine Geschichte zum Nachdenken – Deine Gedanken machen den Unterschied

  1. Ziemlich interessant. Beruflich hatte ich erst kürzlich eine ähnliche Begegnung, die letztendlich zu einer Kündigung führte… Ich denke es liegt vielleicht auch daran, dass sich die Menschen unter den zahlreichen Anforderungen im Alltag keine Zeit mehr nehmen um sich und ihre Umwelt zu reflektieren / hinterfragen..

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